Einen Test hatte ich Anfang des Jahres schon angekündigt gehabt, leider verlor ich das Desinteresse an Windows 7. Mir wollte nicht ganz in den Sinn kommen, warum ich auf ein neues “Windows Vista SP3” updaten sollte. Ich war einfach nicht bereit, nochmal Geld auszugeben! Windows 7 ist scheiße und geh bloß weg damit!
Das schöne im Leben ist, das man immer einer anderen Meinung sein kann, als man sie einst äußerte. Inzwischen ist das Paket von Amazon angekommen, Windows 7 Home Premium OEM ist installiert und klein Benny ist glücklich! Aber warum der Wandel?
Vor gut einem Monat kaufte ich mir einen neuen PC. Das tolle an diesem PC – er hat unnormale Hardware. 8 Cores (aufgeteilt auf 4 vorhandene und jeweils 2 Virtuelle) mit 12 GB Ram DDR3 Arbeitsspeicher machen die Kiste zu einem echten Protzgerät. Die Grafikkarte hängt ein wenig hinterher – reicht dennoch aus um aktuelles zu Spielen.
Interessant an der Sache ist die Nutzung des Arbeitsspeichers. Windows XP, Vista und auch 7 kommen in 32-Bit und 64-Bit Architekturen. Unter 32-Bit kann Windows/Linux/Mac OS nicht mehr als 3,5 GB Ram ansprechen. Ich hätte damit einen Verlust von 8,5 GB Ram! Also blieb mir nichts anderes übrig als auf 64 Bit umzusteigen. Was ich bis heute nicht verstehe ist die Tatsache, das Windows Vista 64 Bit SP0 (Clean Install) nicht in der Lage ist, mit der oben genannten Hardware klar zu kommen – es war einfach ein scheiß Gefühl mit diesem System! Ich war kurz davor, mein PC wieder zurück zu geben und lieber mit einem lauten, veraltetem System weiter zu arbeiten.
Es wäre übertrieben wenn ich sagen würde, Windows 7 würde wie ein Segen vom Himmel fallen, aber im Prinzip war es so. Es gibt (oder gab) die Windows 7 Beta 2 für alle zum Testen. Mit offiziellen Codes sogar 120 Tage zum testen – kostenlos. Diese Situation nutze ich natürlich aus um die 64 Bit Version von Windows 7 zu testen.
Formatiert, installiert, gestartet – nach 30 Minuten war ich beim Login Screen. Etwas erstaunt war ich ja schon, alleine deswegen weil Vista für sich schon 60 Minuten brauchte.
Superbar!
Windows 7 bietet als optische Neuerung die “Superbar”. Dahinter verbirgt sich die gute alte askleiste. Optisch sieht sie ziemlich “dick” aus und nimmt tatsächlich viel Platz weg. Funktionell gesehen ist sie aber wesentlich besser, als alle anderen “Navigationsmöglichkeiten” von Microsoft. Im Grunde werden alle offenen Programm-Fenster grupiert. Anstelle des Programm-Namens+Icons werden nur noch die Icons angezeigt – sieht optisch sehr stylisch aus! Desweiteren werden alle offenen Fenster per “Mouse-Over” in den kleinen bekannten Windows Vista Vorschaubildern angezeigt.
Bootready!
Ein weiterer Vorteil von Windows 7 ist die schnelle Bootzeit. Das könnte auch an der Hardware liegen, da der Bootloader tatsächlich 8 Cores nutzt, aber das ist eines der Dinge, die mich nicht stört.
Windows Update
Eines der Dinge, die mich permanent gestört hat – unter Windows 7 liebe ich es! Der Grund dafür ist, das nicht nur System-Updates für Windows 7 aufgeführt werden, sondern auch Treiber von Herstellern angeboten werden. Somit ist mein System von der Installation aus, komplett Einsatzbereit!
Diverses
Es gibt natürlich auch einige Anpassungen in der Systemsteuerung, im Explorer sowie beim Desktop-Verwalten. Das schöne ist, es fühlt sich wirklich alles gut an!
Fazit
Windows 7 ist ein tolles Betriebsystem. Im Gegensatz zu Windows Vista merkt man hier wirklich eine Performance-Steigerung. 84 Euro für ein neues Betriebsystem ist nicht viel Geld – ich habe es gerne ausgegeben! Mein System rennt und rennt … und hört auch nicht mehr auf